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Pressemitteilung -

Prävention: Osteopathie entlastet Patienten und Gesundheitssystem

Dauerstress ist längst mehr als ein individuelles Problem. Er zählt zu den zentralen Belastungsfaktoren unserer Zeit und wirkt sich nachweislich auf das Nervensystem, den Stoffwechsel, das Immunsystem und den Bewegungsapparat aus. Die Folgen reichen von Schlafstörungen und Erschöpfung über chronische Schmerzen bis hin zu langfristigen Erkrankungen – mit erheblichen Auswirkungen auf die Kosten im Gesundheitssystem.

Der Verband der Osteopathen Deutschland (VOD) weist darauf hin, dass präventive, regulierende Ansätze wie Osteopathie stärker in den Fokus rücken sollten. Osteopathie kann hier einen wertvollen Beitrag leisten, indem sie frühzeitig funktionelle Spannungen und Regulationsstörungen wahrnimmt und die Selbstregulationsfähigkeit des Körpers unterstützt.

„Stress ist kein rein psychisches Phänomen“, erklärt VOD-Vorsitzende Prof. Marina Fuhrmann. „Er zeigt sich körperlich – etwa durch erhöhte Muskel- und Faszienspannungen, eingeschränkte Atemmechanik oder eine dauerhafte Aktivierung des autonomen Nervensystems.“ Beispielhaft zeigt sich dies etwa bei Menschen mit dauerhaftem beruflichem Druck: Häufig entwickeln sich Spannungskopfschmerzen, Nacken- oder Kieferbeschwerden, ohne dass zunächst eine strukturelle Erkrankung vorliegt. Osteopathisch können hier funktionelle Spannungsmuster und Einschränkungen der Beweglichkeit frühzeitig wahrgenommen und regulierend begleitet werden. Bleiben diese Veränderungen unbeachtet, können sie sich verfestigen und langfristig behandlungsintensive Beschwerden nach sich ziehen.

Aus osteopathischer Sicht setzt Prävention nicht erst bei der Erkrankung an, sondern deutlich früher: bei der Regulation des Nervensystems, der Förderung von Beweglichkeit und der Unterstützung physiologischer Anpassungsprozesse. Ziel ist es nicht, Krankheiten zu behandeln oder zu verhindern, sondern die Voraussetzungen dafür zu verbessern, dass der Organismus Belastungen besser ausgleichen kann.

Angesichts steigender Ausgaben im Gesundheitswesen gewinnt dieser Ansatz an Bedeutung. Chronische stressbedingte Beschwerden verursachen hohe Folgekosten durch wiederholte Arztbesuche, medikamentöse Therapien und lange Behandlungsverläufe. Frühzeitige, qualifizierte osteopathische Interventionen könnten dazu beitragen, diese Entwicklung abzufedern, indem sie funktionelle Störungen früh erkennen und deren Chronifizierung entgegenwirken.

Der VOD betont dabei die Bedeutung von Qualität und Qualifikation. Präventive osteopathische Arbeit erfordert eine fundierte Ausbildung und ein klares Verständnis der eigenen Grenzen. Osteopathie versteht sich als Ergänzung zur medizinischen Versorgung, nicht als Ersatz. „Prävention bedeutet, den Körper in seiner Anpassungsfähigkeit zu unterstützen – bevor Beschwerden den Alltag und das Gesundheitssystem dauerhaft belasten“, so Prof. Marina Fuhrmann.

Gut zu wissen:

Osteopathie ist eine eigenständige, ganzheitliche Form der Medizin, in der Diagnostik und Behandlung mit den Händen erfolgen. Osteopathie geht dabei den Ursachen von Beschwerden auf den Grund und behandelt den Menschen in seiner Gesamtheit. Osteopathie ist bei vielen Krankheiten sinnvoll und behandelt vorbeugend.

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Als deutscher Bundesverband für Osteopathinnen und Osteopathen mit mehr als 6.900 Mitgliedern setzt sich der VOD für Patientensicherheit und Verbraucherschutz ein. Der VOD e.V. fordert hierfür eine berufsgesetzliche Regelung und die Schaffung des eigenständigen Berufs des Osteopathen auf qualitativ höchstem Niveau. Er klärt über die Osteopathie auf, informiert sachlich und neutral, fördert Forschungsprojekte und betreibt Qualitätssicherung im Interesse der Patienten. Darüber hinaus vermittelt der VOD hoch qualifizierte Osteopathen. Über 2,8 Millionen Besucher informieren sich jedes Jahr auf osteopathie.de. Fast 100 gesetzliche Krankenkassen bezuschussen Osteopathie.

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